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Trierischer Volksfreund
aus: Trierischer Volksfreund Nr. 69 vom 21. März 2006

Neuer Name, neue Ziele
Sängerkreis heißt nun Kreis-Chorverband Bernkastel-Wittlich

MONZELFELD. Die Sänger des Kreises Bernkastel-Wittlich haben beim jährlichen Delegiertentag über die Probleme der Chorarbeit, aber auch über hoffnungsvolle Projekte gesprochen.
Frischer Wind weht durch die Reihen der Chöre des Kreises. Dies zeigt sich in erster Linie am intensiven Engagement in Sachen Chorjugendarbeit. Projekten wie die im Vorjahr begonnene Kooperation mit der Kreismusikschule oder den „Singefreizeiten“ sollen weitere folgen. Als wichtiges Ziel in diesem Jahr nennt Sängerchef Heribert Kappes beim Delegiertentag in Monzelfeld die Gründung eines Kreis-Kinder- und Jugendchores. Das in eine Initiative des Chorverbandes Rheinland-Pfalz eingebettete Vorhaben soll im Mai starten. Die Finanzierung ist seit 2005 über die Beteiligung an den Erträgen aus der Glücksspirale gesichert. Besonders erfreulich ist für die Sänger die Gründung neuer Kinder- und Jugendchöre, wie es sie schon in Hasborn gibt.
„Doch es gibt auch andere positive Signale“, betont Kappes. Im Chorverband gebe es Beispiele, „dass man mit neuen Inhalten und Formen auch Antworten auf die Frage „quo vadis Chorgesang?“ finden kann“. Entscheidend für den Erfolg ist jedoch, Wege zu finden, die „vom Verharrungsprinzip zum Innovationsprinzip“ führen. Angesichts der Gewissheit „Singen tut gut“ sei es eigentlich verwunderlich, dass Chöre keinen Zulauf von Menschen verzeichnen, die etwas Gutes für sich tun wollen. Kappes‘ Appell an die Sänger: „Kein Grund zur Resignation, sondern Ansporn zum Weitermachen.“
Vor diesem Hintergrund spart der Chef des von den Delegierten in „Kreis-Chorverband Bernkastel-Wittlich“ umbenannten bisherigen Sängerkreises aber auch nicht mit Kritik. So wünsche er sich mehr Erwachsene bei den Auftritten der Kinder- und Jugendchöre und mehr Interesse an angebotenen Seminaren wie zum Beispiel zur Optimierung der Pressearbeit.
Ein trauriges Ergebnis sei auch, wenn von mehr als 50 Chorleitern nur sieben das Angebot nutzen, sich vor dem Delegiertentag auszutauschen.

Klangliche Experimente wagen
Eine Anregung hatte auch Kreischorleiter Josef Thiesen, den Kappes mit der Ehrennadel des Chorverbandes Rheinland-Pfalz auszeichnete. Zumindest für besondere Anlässe böte es sich doch an nach dem Vorbilde der Dekanatschöre „klangliche Experimente zu wagen und sich einmal mit Nachbarchören zusammen zu tun“.
Durchweg Lob für den emsigen Verband gab es von Landrätin Beate Läsch-Weber. Nach einer Studie der Universität Frankfurt rege Singen die Produktion von Antikörpern an und sei folglich „mindestens ähnlich gesund“ wie Meditieren oder Laufen. Zur zwölfprozentigen Glücksspiralen-Beteiligung des Landesmusikrates stellte sie fest: „Wir sind froh, den Fuß in der Tür zu haben.“ Bevor sich die Delegierten die dieser Tage startende Internet-Präsenz des Kreis-Chorverbandes anschauten, sprachen sie sich für Burgen als Ausrichtungsort des Delegiertentages 2006 aus.


 
 
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